Nederhop
Ich habe ja bei meinem letzten Aufenthalt im Flachland eine heimliche Liebe zum niederländischen Rap entwickelt. Denn der ist all das nicht, was deutscher Rap derzeit ist. Kein Arschfick. Keine Kinder, die eher über Beats stolpern, als darüber zu rappen. Kein Beef zwischen Städten, Viertel und benachbarten Hauseingängen. Das gefällt mir.
Letzten Freitag gaben sich Typhoon und Opgezwolle die Ehre im hiesigen Atak, einem kleinen Club, vergleichbar mit dem Jenaer Kassablanca, nur kleiner, weniger Volk und mit niederländischer Getränkekarte. Und ich muss sagen, es war gut. Sehr gut sogar. Ich hatte den perfekten Platz. Direkt an der Bar, sodass ich das Bier per Handzeichen ordern konnte. Und mit bestem Blick auf die Show. Die war großartig. Zwei Plattenspieler und ein Mikrophon. Die Jungs haben zünftig Gas gegeben, das Publikum ist durchgedreht und es gab sogar Stagediving. Wie in den guten alten Tagen.
Danke, sage ich. Gern wieder. Gern auch mal zu Hause.